Cuvée 30

Cuvée 30, der Jubiläumswein im 30. Jahr der Hahnmühle unter Peter und Andrea Oberhofer kann derzeit leider nicht in der Hahnmühle ausgeschenkt werden. Darum sollten Sie sich welchen liefern lassen und zu Hause trinken:

Cuvée 30
Bergsträßer Spitzenwein, Literflasche 12,– €
12 Flaschen: 140,– €
www.hahnmuehle.de

Der Turm

Hold tight wait till the party’s over
Hold tight We’re in for nasty weather
There has got to be a way
Burning down the house
TALKING HEADS

Die Kraft

Durchsetzungsvermögen oder Das Paradox der Rechthaberei: Er sucht Anerkennung, Liebe, Macht. Man gibt ihm recht, aber keiner liebt ihn. Je mehr er sich anstrengt, desto weniger wird er gemocht. So hat sich schon manch einer in die Einsamkeit gequengelt.

Der Eremit

Es gibt einen Trotz gegen sich selbst, zu dessen sublimiertesten Äußerungen manche Formen der Askese gehören. Gewisse Menschen haben nämlich ein so hohes Bedürfnis, ihre Gewalt und Herrschsucht auszuüben, dass sie, in Ermangelung anderer Objekte, oder, weil es ihnen sonst immer misslungen ist, endlich darauf verfallen, gewisse Teile ihres eigenen Wesens, gleichsam Ausschnitte oder Stufen ihrer selbst, zu tyrannisieren.
NIETZSCHE

Der Papst

You move it to the left, yeah
You go for yourself
You move it to the right
Yeah if it takes all night
Now take it kinda slow
With a whole lot of soul
Don’t move it too fast
Just make it last
BOB & EARL

Die Priesterin

Now there lived a conjure-lady, not long ago
In New Orleans, Louisiana, named Marie Laveau
Believe it or not, strange as it seem
She made her fortune selling voodoo, and interpreting dreams

To the voodoo lady they all would go
The rich, the educated, the ignorant and the poor
She’d snap her fingers, and shake her head
She’d tell them ’bout their lovers, livin’ or dead
GURLEY

Der Zauberer

Es werde Licht
Im Abendrot
Weizenkeimbrot
Das fahle Licht
Kommt außer Sicht
Komm Dunkelheit
Komm Dunkelheit

Ein Überbein
Im Sonnenschein
Fürs Tageslicht
Zu buckelig
Kommt Zeit kommt Nacht
Kommt Zeit kommt Nacht

Trautes Heim
Traudels Bart
Zu hässlich für
Ein Sonnenbad
Sonnenbrand
Sonnenbrand

Aufs leere Blatt
Scheint Mondlicht satt
Abrakada
Es gilt das Wort
Es werde Licht
Es werde Licht

 

Minotaurus

Minotaurus geschah tiefstes Unrecht. Sein trauriges Schicksal begann mit der Raffgier von Minos, der sich einen Stier aneignete, statt wie versprochen, ihn Poseidon zu opfern. Über das vorenthaltene Opfer war Poseidon dermaßen erzürnt, dass er in Minos Frau die Begierde weckte, sich von dem Stier begatten zu lassen. Das daraus hervorgegangen Kind war eine Missgeburt mit Stierkopf. Das gänzlich unschuldige Kind musste die Gier, Tobsucht und Geilheit von anderen bitter büßen. Es wurde verabscheut in einen Hochsicherheitstrakt eingesperrt und mit Menschenfleisch gefüttert. Nach 18 Jahren einsam und verlassen im dunklen Verließ wurde Minotaurus von Theseus unter Mithilfe von Minos Tochter Ariadne ermordet.

Verduftet II

Mein Beitrag Beduftung hat durchaus Verständnis geweckt. Es gab viele Ahas und Oohs und es gibt auch Rücksichtnahme. Aber es gibt leider auch die Hardcore-Bedufter, die von der Selbstmodifikation per Chemie nicht ablassen können und mir ungerührt im Duftkokon unter die Nase treten.

Beduftung

Neulich vor der Haustür der Paketzusteller in einer Deodorantwolke. Ich muss mich zum Unterschreiben über sein Lesegerät beugen und seine Aura trifft mich wie ein Tiefschlag.

Jetzt brauche ich zwei Tage, bis der Schock abgeklungen ist. Ich hab da nämlich ein Problem. Das Problem heißt Duftunverträglichkeit oder auch „Multiple Chemikalienunverträglichkeit“ (Multiple Chemical Sensitivity).

Meine Empfindlichkeit scheint zuzunehmen. Oder vielleicht sinkt die Toleranz wegen der zunehmenden Duftstoffbelastung? Allein 3000 Inhaltsstoffe in Parfüms, Cremes, Lotionen, Rasierwasser, Haarspray, dazu kommen Weichspüler, Seifen, Putzmittel, Duftstoffe in Waschmittel, Raumsprays, synthetisch oder natürlich. Wenn ich versuche, die Nähe von parfümierten Menschen zu meiden, ist es kein Dogma sondern reine Not.

Wer “aufträgt” nimmt seine Beduftung der Umgebung selbst kaum wahr und stellt sich gern vor, dass er andere damit beglückt. Doch was Wohlgeruch sein soll, ist für manche Belästigung und wird zunehmend als gesundheitsschädlich erkannt.

Jeder Zehnte hat mittlerweile mehr oder weniger starke Probleme. Manche Menschen haben eine gewisse Aversion gegen bestimmte Gerüche, andere reagieren mit Kopfschmerzen und Allergien, wieder andere bekommen Atemnot und Schwindelanfälle. Auch der Zusammenhang zwischen Duftstoffbelastung und Depressionen ist Thema.

Ich muss manchen Zeitgenossen aus dem Weg gehen. Bei Deos, Parfüms und Cremes krieg ich Panik. Wenn bei Begrüßungsumarmungen Rasierwasser im Spiel war, muss ich die Kleider wechseln. Weichspüler ist der Horror. Wenn ich einen Bogen um jemand mache oder aus Gesprächsrunden aussteige, dann liegts in der Regel an der kontaminierten Luft. Ich komme leider nicht dagegen an.

Ahnengalerie 103

Die Bilder aus der Ahnengalerie beziehen sich auf ein Kapitel der mimetischen Therorie von René Girard, in dem es um den bachantischen Taumel und die kolektiven Halluzinationen geht und die Frage, warum es in allen Kulturen Rituale gibt, in denen Masken eine Rolle spielen.

Nach seine Hypothese verschwimmt in einer bestimmten Phase des mimetischen Prozesses, nämlich der Entfesselung der Gewalt im Jeder gegen Jeden, das gewalttätige Subjekt mit seinem Gegenüber. In der kollektiven Halluzination erscheint der monströse Doppelgänger. Wenn die Krise überwunden werden kann und der ursprüngliche Lynchmord als Ritual, Tanz, Theater wiederauflebt, geschieht es in Form der Maskierung und Verkleidung.

Europachor

Gemischter Chor, Landesjugendchor, Knabenchor, Jugendchor, Seniorenchor, Arbeiterchor, Bergmannschor, Schwulen- oder Lesbenchor, Winzerchor, deutsch-französischer Chor, Heinrich-Schütz-Chöre, Reger-Chor, Hugo-Distler-Chor,Europa-Chor

Geburt

Verurteilt zum Leben aufgrund der Fortpflanzungssucht der Eltern

“Ich denk mir immer, jede Mutter sollte ihre Kinder beim Kommen um Verzeihung bitten, dass sie in diese Welt kommen müssen.” Mutter von Marlen Haushofer  (1920–1970)

Als Frau

Ich als Frau finde ihn hübsch aber ich als Mann, hm, wär’s nicht mein Typ. Obwohl er sich selbst unwiderstehlich findet. Da sieht man wieder mal, dass Männer ganz anders ticken als Frauen.