Kindbettdepressionen können durch hormonelle Schwankungen, Schlafentzug und Stillen hervorgerufen werden. Der betroffenen Person mag ihr Kind dann wie ein Monster vorkommen. Noch nie wurde allerdings der Fall so recht gewürdigt, wenn eine erkrankte Mutter nun auf einen tatsächlichen Wechselbalg trifft.
Wie erwähnt kann ich als Unter-Wechselbalg nicht unbedingt vollgültige Anerkennung meiner naturgemäß verzerrten Ansichten verlangen,aber es will mich so dünken, als wenn der Schrei durchaus eine adäquate Reaktion sein kann: wir schreien in der Achterbahn, wir schreien, wenn wir kommen–nur Hemingway nicht. Heute gelesen:
“Nick küsste sie fest auf den Rücken. Kates Kopf kippte nach vorn.
‘Ist es schön so?’ fragte er.
‘Herrlich. Herrlich. Herrlich. Mach, daß es kommt, Wemedge. Bitte komm. Komm. Komm. Bitte, Wemedge. Bitte, bitte, Wemedge.’
‘Jetzt’, sagte Nick.
Plötzlich spürte er die rauhen Decken an seinem nackten Körper.
‘War ich schlecht, Wemedge?’ fragte Kate. ‘Nein, du warst gut’, sagte Nick. Sein Geist arbeitete hart und klar. Er sah alles sehr scharf und klar.”
Gräßlich, aber so waren sie.
Womit wir wieder beim Thema wären. Der Vater eines Wechslbalgs ist ja nicht unbedingt Josef. Bei mir eben ein Dibbuk, ein flücht’ger Geist, der so ein wenig wanderarbeitermäßig über meine polnische Gräfinnenmutter gekommen war. Was sie schon scharf fand, aber auch sehr unzuverlässig, bei Licht besehen. Was andererseits uns so stark verband, dass ich mich eher weigerte, das Licht der Welt zu erblicken. Ich war eine schwere Geburt. Während meine Mutter fast an mir abkratzte,tanzte mein durchsichtiger Vater mit Schwester Ursula. Vor der Sakristei. Naja, Munch hin und her, wir kommen um den Vater nicht rum. Nicht den profanen, den tatsächlichen mein ich.
War es der Bocksfüßige?
Dürfen wir uns auf eine gewaschene Höllenfahrt gefasst machen?
Oder sind wir schon auf der selben? The ceremony is about to begin!
Arno
März 18th, 2009 at 21.47
Kindbettdepressionen können durch hormonelle Schwankungen, Schlafentzug und Stillen hervorgerufen werden. Der betroffenen Person mag ihr Kind dann wie ein Monster vorkommen. Noch nie wurde allerdings der Fall so recht gewürdigt, wenn eine erkrankte Mutter nun auf einen tatsächlichen Wechselbalg trifft.
Wie erwähnt kann ich als Unter-Wechselbalg nicht unbedingt vollgültige Anerkennung meiner naturgemäß verzerrten Ansichten verlangen,aber es will mich so dünken, als wenn der Schrei durchaus eine adäquate Reaktion sein kann: wir schreien in der Achterbahn, wir schreien, wenn wir kommen–nur Hemingway nicht. Heute gelesen:
“Nick küsste sie fest auf den Rücken. Kates Kopf kippte nach vorn.
‘Ist es schön so?’ fragte er.
‘Herrlich. Herrlich. Herrlich. Mach, daß es kommt, Wemedge. Bitte komm. Komm. Komm. Bitte, Wemedge. Bitte, bitte, Wemedge.’
‘Jetzt’, sagte Nick.
Plötzlich spürte er die rauhen Decken an seinem nackten Körper.
‘War ich schlecht, Wemedge?’ fragte Kate. ‘Nein, du warst gut’, sagte Nick. Sein Geist arbeitete hart und klar. Er sah alles sehr scharf und klar.”
Gräßlich, aber so waren sie.
Womit wir wieder beim Thema wären. Der Vater eines Wechslbalgs ist ja nicht unbedingt Josef. Bei mir eben ein Dibbuk, ein flücht’ger Geist, der so ein wenig wanderarbeitermäßig über meine polnische Gräfinnenmutter gekommen war. Was sie schon scharf fand, aber auch sehr unzuverlässig, bei Licht besehen. Was andererseits uns so stark verband, dass ich mich eher weigerte, das Licht der Welt zu erblicken. Ich war eine schwere Geburt. Während meine Mutter fast an mir abkratzte,tanzte mein durchsichtiger Vater mit Schwester Ursula. Vor der Sakristei. Naja, Munch hin und her, wir kommen um den Vater nicht rum. Nicht den profanen, den tatsächlichen mein ich.
War es der Bocksfüßige?
Dürfen wir uns auf eine gewaschene Höllenfahrt gefasst machen?
Oder sind wir schon auf der selben? The ceremony is about to begin!
Arno