Naja, Periferie ist gut.
Ich weiß nicht warum,aber mir kommt ein Titel ins Gehirn, frei nach Peter Handkäs: “Die Angst des Solipsisten, am Rand zu stehen.” Da Handkäs den Begriff Solipsismus nie gebrauchen würde, wahrscheinlich würde er von einem “Eigenbrötler” oder “Eingehausten” sprechen, kurz noch einmal zurück: S. ist laut Duden ein “erkenntnistheoretischer Standpunkt, der nur das eigene Ich mit seinen Bewusstseinsinhalten als das einzig Wirkliche gelten läßt (n Duden von 1994)u. alle anderen Ichs mit der ganzen Außenwelt nur als dessen Vorstellungen annimmt”.
Tja, kann ein Solipsist am Rande stehen?
Oder besser gefragt: Kann ein S. denken, dass er am Rande steht?
Er kann es eigentlich nur aus der Erkenntnis heraus, dass er keinen Kern hat. Na das ist doch toll, der für ihn unerträgliche Skandal ist dem Solipsisten die Erkenntnis, dass er am Rande steht, weil er keinen Kern hat. Oder wie es spitzzüngig der unübertreffliche NOBT sagt, die Erfahrung der Kernlosigkeit lauert am Rande, weil dorthin in psychedelischen Wellenbewegungen die leere From sich ausgeweitet hat.
Auch wenn hier im Bild noch recht affirmativ das ozeanische “Om” sich ausbreitet, ich geb’s ja zu.
Es ist also beides im Bild: das Ozeanische, aber volle Lotte, und untergründig eine in sich hineingekrümmte Fluchtbewegung.
Als Frohnatur denke ich an den wunderbaren Buchtitel von Trojanow: “Die Welt ist groß und das Glück lauert überall.”
März 9th, 2009 at 11.56
Naja, Periferie ist gut.
Ich weiß nicht warum,aber mir kommt ein Titel ins Gehirn, frei nach Peter Handkäs: “Die Angst des Solipsisten, am Rand zu stehen.” Da Handkäs den Begriff Solipsismus nie gebrauchen würde, wahrscheinlich würde er von einem “Eigenbrötler” oder “Eingehausten” sprechen, kurz noch einmal zurück: S. ist laut Duden ein “erkenntnistheoretischer Standpunkt, der nur das eigene Ich mit seinen Bewusstseinsinhalten als das einzig Wirkliche gelten läßt (n Duden von 1994)u. alle anderen Ichs mit der ganzen Außenwelt nur als dessen Vorstellungen annimmt”.
Tja, kann ein Solipsist am Rande stehen?
Oder besser gefragt: Kann ein S. denken, dass er am Rande steht?
Er kann es eigentlich nur aus der Erkenntnis heraus, dass er keinen Kern hat. Na das ist doch toll, der für ihn unerträgliche Skandal ist dem Solipsisten die Erkenntnis, dass er am Rande steht, weil er keinen Kern hat. Oder wie es spitzzüngig der unübertreffliche NOBT sagt, die Erfahrung der Kernlosigkeit lauert am Rande, weil dorthin in psychedelischen Wellenbewegungen die leere From sich ausgeweitet hat.
Auch wenn hier im Bild noch recht affirmativ das ozeanische “Om” sich ausbreitet, ich geb’s ja zu.
Es ist also beides im Bild: das Ozeanische, aber volle Lotte, und untergründig eine in sich hineingekrümmte Fluchtbewegung.
Als Frohnatur denke ich an den wunderbaren Buchtitel von Trojanow: “Die Welt ist groß und das Glück lauert überall.”
Arno Komplexus