NOBT  
Gitarristen  
Gitarristen

Gitarristen spielen sich nach oben

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One Response to “Gitarristen”

  1. arno Says:

    Subtile politische Kunst. Wieder einmal. Nach “Impressumspflicht”, wo durch eine “Neun” auf dem dritten Platz die Stockung angesagt wurde, mithin die hybris der westlichen Kolonisierung gemenetekelt, so sehen wir heute einen ersten Versuch, das Treffen von Mrs. Clinton mit
    Hu Jintao und Wen Jiabao visionär zu deuten. Denn was sehen wir auf dem Bild? Bzw. was sehen wir nicht? – sollte gefragt werden. Wir sehen keinen Kontrabass und somit auch keine Chinesen. Weder drei noch viele. Sondern wir sehen nicht einen, nicht zwei, sondern viele, viele Gitarristen, die sich nach oben spielen, wie uns der so ergiebige Titel verrät. Ja wie denn, was denn? Die Gitarre, also die E-Gitarre, als “Lead”-Gitarre–nicht Lied-Gitarre wie viele des Englischen Unkundigen immer meinten, demtentsprechend hörte sich auch immer Niedecken u.a. an– also die “Lead”-Gitarre das Symbol des Geniekults in der Pop-Musik, Henclapallmoore, wie all die zugedröhnt vor sich peifenden Gitarrengötter auch immer hießen und heißen,sie stehen für die Schönheit des delirierenden Untergängers (siehe “Der Einzige und seine Eigene Gitarre” von Theweleit), der uns vormachte, was uns allen blühte, wenn wir nicht von sex, drugs and Rockn-Roll ließen, was ein schönes, was DAS morbide Versprechen des Individualismus des späten 20.Jahrhunderts war.Live fast,die young, vor allen Dingen aber in umnachteter Einsamkeit. Und nun? Wir sehen Gitarristen in einer Rettungskette der freiwilligen Feuerwehr, wir sehen die Vermassung des genialen Einzelgängers, wir sehen die Chinesisierung des Genies. Das mag für das Individuum eine Katastrophe sein, für unsere marode Wirtschaft ist es die pragmatische Rettung, Clinton hat es erkannt, NOBT in einer genialischen Aufwallung, was sage ich: Eingebung und Selbstüberwindung ins Bild gefügt. Die Folgen, sagt er: ja was sind die Folgen, es sind Pastelltöne als Hintergrund, noch immer leicht psychedelisch Blasen werfend, aber es mag doch zart–ZART!!– eine neue Ethik,eine neue Solidarität mit der eigenen Bedürftigkeit nach Sozialität eingeläutet werden! Chapeau! Dazu sag ich jetzt erstmal gar nicht mehr. Das Schweigen sollten wir genießen und in uns wachsen lassen. You’ll never walk alone!

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