| Alte müffeln |

Warum alte Leute müffeln.
Die Körperoberfläche vergrößert sich durch die Falten. Siehe Zeichnung:
A = straffe Haut
B = faltige Haut
Allein bei einer Verdoppelung der Oberfläche muss der alte Mensch mit ca. vier statt mit zwei Quadratmetern zu reinigender Oberfläche rechnen. Aber wer kann dafür die Zeit aufbringen?
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Oktober 27th, 2008 at 21.42
Guten Tag,
Ihr Thema “Warum Alte stinken” finde ich “alte Menschen verachtend”.
Auch als Künstler darf man sich nicht alles anmaßen.
Käthe Kollwitz
Oktober 27th, 2008 at 21.45
Liebe Käthe Kollwitz, vielen Dank für Ihren Hinweis! Ich habe die Seite jetzt umbenannt in “Alte müffeln”. Das kann ich beurteilen, ich gehör ja schließlich selbst dazu.
Oktober 27th, 2008 at 23.42
Sehr geehrter Herr Nobt,
ich/wir warte(n) gespannt auf die Fortsetzung Ihrer bisher möglichst unterhaltsamen Reihe: z.B. “Junge duften”!?,
mit freundlichem Gruß, G. Brezner u. Gemeinde
März 5th, 2009 at 10.40
Zu dieser Sache habe ich im fernsehn gehört, die Alten müffeln weil ihre inneren Organe schneller altern als die äußeren.
Sie quais innerlich vergammeln. LOL fand die Theorie ganz gut, aber Ihre ist wohl die richtige
März 9th, 2009 at 11.25
Der Tubist meint: Versuch mal einen Ton zu blasen mit einem Strich von Lippenmuskulatur wie in “A” abgebildet–da kommt nix bei raus, bestenfalls ein Kastratenpiepser. Die Lippen müssen vibrieren, sie tun dies im Klang so schnell, dass selbst der wie immer betrunkene Bläser dies nicht weiss. Also dem Lebendigen eignet immer die Vibration, mithin das Kruselige wie in “B” abgebildet. Das Glatte ist im übrigen das Zeichen der Leichenstarre: Die Toten oder Hirntoten haben immer glatte Stirne. Somit hat der Zeichner geschickterweise Inkommensurables miteinander in Verbindung gesetzt: das Müffeln als olfaktorische Wahrnehmung und die Oberfläche der Haut als sensorische Wahrnehmung. Aber eigentlich hat ihn doch gereizt, diesen schwarzen Klecks, also eine Art von Schwarzgolem, zurückzuführen auf zwei visuelle Reize, den Strich als mathematische Abstraktion und den Wurm oder die Schlange als Kreatur mit ungesicherter Verbindung zum Erdreich, also zur Hölle. Somit sehen wir hier den aus Malerhand geschaffenen Klump Mensch, den es in die Abstraktion zieht, während er vom Wurm schon angenagt wird, was der ganzen Sache einen gewissen morbiden, wenn nicht sogar erotischen Reiz verleiht. Somit –aber ich mach’s jetzt ganz kurz–denn das Bild ist ja keine Apothekerzeitung mit Lebenstipps für umsonst–liegt dem Ganzen das vertrackte Verhältnis des Kindes zu seinen Eltern zugrunde, mit allen Schikanen, Urszene, Inzestverbot und Beerdigenmüssen.
So mal gucken, was der Tag heute noch bietet!
Turbo